Dokumentation des 2. Integrationskongresses am 05.11.2008
Veranstalter und Referenten des 2. Integrationskongresses in Gütersloh
Sich austauschen, mit einander sprechen und auch über das Trennende reden - das stand bei den 400 Teilnehmern des 2. Integrationskongresses in der Stadthalle Gütersloh im Mittelpunkt. Mit ihrem Integrationskongress wollten die Stadt Gütersloh, die Bezirksregierung Detmold sowie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erneut ein Signal setzen: Es lohnt sich, Ostwestfalen-Lippe zu einer Modellregion für Integration zu entwickeln.
Große Resonanz beim 2. Gütersloher Kongress
Adnan Genc, Vorsitzender der Rates für Integration der Stadt Gütersloh, stellte eine positive Tendenz fest: „Man redet miteinander. Es gibt keine Hemmschwellen,“ sagte Genc. Dem konnte sich Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl nur anschließen. „Hier herrscht eine offene Atmosphäre.“ Bürgermeisterin Maria Unger verwies auf die Charta, die sie beim ersten Integrationskongress im Jahre 2007 auf den Weg gebracht hatte. Mit ihrer Unterschrift verpflichten sich darin die Städte und Gemeinden, die Integration stärker in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus empfahl Unger, die Aufgabe der Integration zur Chefsache zu machen und OWL zu einer Modellregion für Integration und Vielfalt zu entwickeln.
Insgesamt gab es neun parallele Foren, in denen rund 50 Referenten und Experten zu einem bestimmten Themen diskutieren. Antje Schwarze von der Koordinierungsstelle Ausbildung in ausländischen Unternehmen, Köln, referierte zum Beispiel zur beruflichen Perspektive Jugendlicher. Bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist diese Perspektive weniger rosig als bei Jugendlichen ohne Migrationshintergrund. Nur 39 Prozent von ihnen absolvieren eine Ausbildung im dualen System: Bei Jugendlichen ohne Migrationshintergrund liegt der Anteil bei knapp zwei Drittel.
Parallel zu den Foren konnten sich die Kongressteilnehmer im Foyer auf einem „Markt der Möglichkeiten“ über die verschiedenen Aspekte der Integration informieren. Eine gute Gelegenheit, viele interessante Gespräche zu führen und für die künftige Arbeit wichtige Kontakte zu knüpfen.
Bilderstrecke: Integrationskongress OWL - 05.1.2008
Integrationskongress OWL - 05.1.2008





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